Einen Ausländer fürs Leben

Ein Artikel von Werner Schwalm

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Hier bei THAIFRAU finden Sie Frauen aus Thailand, die einen Ehemann aus dem deutschsprachigen Raum suchen. Im Guide von THAIFRAU stehen außerdem einige informative Beiträge, die sich kritisch mit den Mentalitätsunterschieden zwischen thailändischen Frauen und deren Familie, sowie anderen Problemen befassen und Lösungsvorschläge für diese Probleme geben.

Als gebranntes Kind und jetzt seid 4 Jahren glücklich mit einer Frau aus Thailand in Thailand lebender Deutscher, möchte ich hier aus meiner Sicht etwas über offensichtliche Beweggründe berichten, warum so viele thailändische Frauen einen Mann aus Europa heiraten wollen.

Der primäre Grund ist immer die Suche nach einer möglichst umfangreichen und langfristigen finanziellen Sicherheit, die in der Regel selten zufrieden stellend von einem thailändischen Mann erfüllt werden kann. Begünstigt durch die thailändische Gesetzgebung sind die thailändischen Männer den Frauen gegenüber sogar bevorzugt, denn bei einer Trennung können diese nicht oder nur in geringem Maße zur Unterhaltszahlung herangezogen werden. Manche Ehen, zumal auf dem Land, wurden auch noch nicht einmal amtlich vollzogen, so dass die Frau mit ihren Kindern völlig rechtlos ist.

Einen Farang amtlich zu heiraten, bedeutet daher nicht nur eine finanzielle Sicherheit, sondern auch ein gewaltiger sozialer Aufstieg, den beinahe jede Frau, die in sozial schwachen Verhältnissen lebt, anstrebt.

Wenn ich hier bei THAIFRAU etwas in den vielen Kontaktgesuchen lese, wenn da die Frauen einen lieben und treuen Antialkoholiker und Nichtraucher suchen, der kinderlieb ist und in gesicherten finanziellen Verhältnissen lebt, dann ist das für jeden sichtbar die Suche nach einem Farang, der wahrscheinlich über bedeutend mehr Geld verfügt, als ein thailändischer Mann zur Verfügung hat.

Doch darf man diese Einstellung absolut nicht überbewerten. Findet eine Frau einen solchen Mann und der hat die Möglichkeit und ist willens dieser Frau ihre durchaus legitimen Wünsche zu erfüllen, dann hat er in er Tat eine liebevolle und treue Frau fürs Leben gefunden, die ihn in der Regel nicht enttäuschen wird. Vorausgesetzt, wie andere Autoren hier auch schon geschrieben haben, er behandelt sie nicht wie eine Dienstmagd und erwidert die ihm entgegengebrachte Zuneigung.

Doch das ist nicht immer der Fall. Einerseits gibt es Frauen, die sich mit einem Farang nur vorübergehend liieren, um ihn auszunehmen und dann abzuschieben, doch andererseits gibt es auch viele Männer, die sich den meist zurückhaltenden und duldenden Thaifrauen gegenüber wie ein arroganter Despot verhalten.

Die Frauen in Thailand, sogar in den modern wirkenden Städten, in denen immer häufiger eine westliche Lebensweise Einzug findet, werden immer noch im Elternhaus und in den Schulen dazu erzogen, zu dienen und bedingungslos zu gehorchen. Trotzdem sollte das ein Farang nicht unterschätzen. Die Thaifrauen sind selbstbewusster, als man annehmen könnte und wenn sie zurück schlagen, dann geschieht das konsequent und mit größter Härte. Abgebrannte, enttäuschte und vereinsamte Farang, die noch in Thailand leben, können davon nicht nur eine Arie singen, sondern ganze Opern darbieten.

Wie kommt so etwas zustande? Nun, wenn man eine gewisse Zeit mit einer Thaifrau in ihrer Umgebung zusammen lebt, meint man, diese Menschen würden das Verhalten von Kindern haben. Es wird versucht sie zu belehren, zu erziehen und wenn das nicht fruchtet, sogar mehr oder weniger Liebes- und Geldentzug zu bestrafen. Doch das bringt nur eines, früher oder später erkaltet die Zuneigung und die Partnerschaft zerbricht.

Ein anderer Grund ist das liebe Geld. Thailänder aus den bildungsarmen Schichten können mit Geld nicht umgehen. Weder die jungen Menschen, noch deren Eltern wurden dazu erzogen. Deshalb sind viele sozial schwache Familien hoch verschuldet und der Staat und die Banken machen ihnen das leicht. Vermutlich ist das von den Eliten sogar gewollt, damit die für relativ wenig arbeitende Bevölkerung sich nicht aus der daraus resultierenden Abhängigkeit lösen kann.

Deshalb sieht eine junge Frau, die traditionsgemäß ihre Eltern und oft auch ihre arbeitslosen, bzw. arbeitsscheuen Brüder unterstützen will, in der Heirat mit einem reichen Ausländer, die einzige Möglichkeit aus diesem Dilemma heraus zu kommen.

Ein reicher Europäer, der eine Tochter dieses Landes heimführt, wird sehr oft mit diesem Problem konfrontiert. Kurz gesagt, bei aller Liebe und Zuneigung darf er sich nicht dazu bewegen lassen den Fernseher, den neuen Kühlschrank, das Motorrad und die Handys für die Sippe seiner Frau zu finanzieren und gar deren Schulden abzulösen. Das wird immer ein Fass ohne Boden. Nur bei kostenträchtigen Erkrankungen ist Hilfe angebracht, jedoch nicht für den Wasserbüffel, sondern nur für die Menschen, die er auch kennt.

Noch ein paar Worte über den Altersunterschied. Junge Frau und alter Mann. Diese Konstellation ist in Thailand häufiger anzutreffen, als das in unseren Breiten der Fall ist. Erst als ich von den bereits erwähnten Beweggründen der Thaifrauen erfahren habe, einen Ausländer zu heiraten, habe ich langsam begriffen, dass das bei weitem nicht so kritisch zu sehen ist, wie das in unserer Welt der Fall ist.

Alt und jung. Was in westlichen Ländern bis hin zu gesellschaftlichen Ablehnungen führen kann, ist in Thailand beinahe Normalität. Da ist beispielsweise die junge Frau, die mit ihrem Kind sitzen gelassen wurde. Auf dem thailändischen Heiratsmarkt hat sie kaum eine Chance, einen Ehemann zu finden. Andererseits ist da in Deutschland oder der Schweiz ein Witwer, der sich im gereiften Alter noch fit genug fühlt aus seinen Lebensabend in einem exotischen Land zu verbringen.

Warum sollten beide nicht heiraten? Beide haben offensichtliche Vorteile. Der Mann hat eine junge Frau, die ihn umhegt und auch pflegt und die Frau ist glücklich, weil er ihr ihre Existenzsorgen abgenommen hat. Erwirbt die Frau durch ihre Heirat sogar Anspruch auf eine Witwenrente, dann darf er in der Regel gewiss sein, dass diese Verbindung glücklich verläuft und Bestand hat.

Wie und woran man eine gute Thaifrau erkennt und sich möglichst rechtzeitig vor Enttäuschungen und Schaden bewahrt, darüber berichte ich in einem weiteren Artikel.

© 2010, Werner Schwalm

Dieser Beitrag erschien im Original bei www.Thaifrau.de